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Wir trauern um unseren am
17. August 2017 verstorbenen Bürgermeister

Rudolf Krug

Tutzinger Nachrichten

TUTZING REPORT – Kommunalwahl 2014 – Rudolf Krug

Die Drei, die Bürgermeister in Tutzing werden wollen

Neun Fragen an die Kandidaten zur Person und Programm

  1. Welche politische Partei wird Ihre Kandidatur unterstützen bzw. wer hat Sie vorgeschlagen?
  2. Was reizt Sie an der Aufgabe Bürgermeister von Tutzing zu werden?
  3. Was reizt Sie an der Aufgabe Bürgermeister von Tutzing zu werden?
  4. Wo sehen Sie Ihre besonderen persönlichen Stärken, mit denen Sie Tutzing in eine sichere Zukunft führen wollen?
  5. Welche Aufgabe hat für Sie absolute Priorität, wenn Sie Bürgermeister werden?
  6. Wie gehen Sie mit den Sorgen der Bürger vor zu viel Wachstum um?
  7. Wie sieht Ihr Konzept für mehr Verkehrssicherheit aus?
  8. Wie werden Sie als erster Bürgermeister die Energiewende vorantreiben?
  9. Tutzings Kassen sind leer. Wie wollen Sie trotzdem längst überfällige Investitionen realisieren?

Rudolf Krug

Zu 1.: Von den Freien Wählern und der ÖDP wurde ich vorgeschlagen und einstimmig aufgestellt. Es gibt auch Signale von anderen Gruppierungen, die mich unterstützen wollen.

Zu 2.: Ich lebe sehr gerne in Tutzing und in den Jahren als Gemeinderat hat es mir viel Freude gemacht, mit Menschen in Kontakt zu treten, deren Ansichten und Bedürfnisse zu verstehen und auch helfen zu können. Ich habe immer darum gerungen, den Charakter dieser außergewöhnlichen Gemeinde zu erhalten und behutsam voran zu bringen. Die Entwicklung der letzten Jahre macht mir aber ernsthaft Sorgen. Viele Dinge laufen mehr und mehr aus dem Ruder und ich meine, dass eine Veränderung dringend nötig ist. Für die vielen Bürger, die meine Sorgen teilen, möchte ich die Alternative zum Amtsinhaber bieten. Wer Dinge verbessern will, muss sich auch der Herausforderung stellen und Verantwortung übernehmen. Ich bin dazu bereit.

Zu 3.: Ich verfolge eine klare Linie und hänge meine Fahne nicht in den Wind. Demokratie und Bürgerbeteiligung sind die Basis meiner Politik. Das habe ich schon durch den Anstoß von Bürgerinitiativen und eines Ratsbegehrens bewiesen. Ich stehe dafür, dass zwischen dem Bürgermeister, dem Gemeinderat und den Rathausmitarbeitern ein offener, konstruktiver und respektvoller Umgang vorherrscht. Für die Be- wältigung der vor uns liegenden Aufgaben und deren Finanzierung setze ich auf eine für alle nachvollziehbare Struktur. Als Gemeinderat und Mitglied des Bau- und Ortsplanungsausschusses sowie des Umwelt- und Verkehrsausschusses bin ich bereits in die Themen eingearbeitet, die auf mich als Bür- germeister zukommen werden.

Zu 4.: Ich leite seit 20 Jahren ein von mir gegründetes Unternehmen und führe große internationale Projekte im IT-Bereich durch. Dabei sind Mitarbeiterführung, Budgetkontrolle, das Definieren der Aufgaben, strukturiertes Projekt-Management und der Umgang mit Auftraggebern im In- und Ausland mir seit Jahren geläufige Grundaufgaben. Durch langjährige Erfahrung habe ich ein Gespür für Problemfelder, Gelassenheit, Diplomatie und einen konstruktiven Umgang mit Kritik entwickelt. Erfolgreich kann man nur im Team sein. Einzelkämpfer können auf Dauer wenig bewirken. Das alles kann auf Tutzing übertragen werden, denn eine Gemeinde von der Größe Tutzings muss zukünftig professionell geführt werden.

Zu 5.: Die Konsolidierung der Finanzen. Dazu gehört auf der Einnahmenseite die Bereitstellung von Grund für ertragreiches Gewerbe. Die Beschaffung von erschwinglichem Wohnraum für Einheimische, um die Abwanderung der jün- geren Generationen zu verhindern, ist ein weiteres Top-Thema. Hier denke ich vor allem an Einheimischen-Modelle und sozialen Wohnungsbau. Vorausschauend müssen Außenbe- reichsflächen erworben, baureif gemacht und an Einheimische zu Preisen verkauft werden, die auch für Menschen mit mittleren Einkommen erschwinglich sind.

Zu 6.: Ich teile die Sorgen der Bürger. Die überzogene Aus- weisung von Baurecht in der letzten Zeit geht absolut in die falsche Richtung. Auch der Verzicht einer Hotelnutzung zugunsten einer Wohnbebauung auf dem Seehof-Gelände war aus meiner Sicht ein Fehler. Hochpreisige Wohnungen schaffen nicht den dringend benötigten, bezahlbaren Wohnraum für Einheimische, sondern lösen lediglich einen weiteren Anstieg der Bevölkerung aus. Die jetzt schon überlastete Infrastruktur und die Gemeindeverwaltung werden damit erhebliche Probleme bekommen. Die Gemeinde muss endlich anfangen, mit einer vernünftigen Ortsplanung gegen zu steuern.

Zu 7.: Vorrangig muss für mehr Miteinander und Rücksichtnahme unter allen Verkehrsteilnehmern geworben werden. Wichtig ist es, sichere Fußgänger-Überwege zu schaffen, wie z. B. in Tutzing Nord beim Lidl, für den ich schon seit fünf Jahren kämpfe und auf dem Schulweg zwischen den Schulen und der Würmseehalle. Die Ampelschaltung an der Oskar- Schüler-Str. sollte alle einmündenden Straßen berücksichtigen. Fahrradwege und Fahrradstreifen sowie die Schaffung von Bürgersteigen (z. B. Beiselestraße) sind weitere Ziele. Tempo-30-Regelungen sollen dort ausgewiesen werden, wo sie für mehr Verkehrssicherheit sorgen.

Zu 8.: Die Energiewende muss weitergehen und auch Tutzing muss sich endlich mit den neuen Herausforderungen im Energiebereich sowohl ökologisch als auch ökonomisch auseinandersetzen. Es ist höchste Zeit, für Tutzing und seine Ortsteile umsetzbare Energiekonzepte zu entwickeln. In Traubing kann das kostengünstig in die Dorferneuerung eingebunden werden. Dabei geht es um Energie-Einsparungen durch energetische Sanierungen und die Nutzung erneuerbarer Energieformen auch im Rahmen von Bürgerbeteiligungen. Hier kann Tutzing wirtschaftlich und ökologisch profitieren. Als Umweltreferent des Gemeinderats bin ich bereits mit dem Energiewendeverein in Kontakt. Für alle Maßnahmen muss neben der Wirtschaftlichkeit auch der Landschaftsschutz und die Nachhaltigkeit sichergestellt sein. Bei der Tiefen-Geothermie zur Strom-Gewinnung, wie in Bernried, ist das beispielsweise nicht gegeben.

Zu 9.: Ein verantwortungsvoller Umgang mit den Steuergeldern ist die Grundvoraussetzung. Auch bei schlechter Finanzlage sind dann wichtige Maßnahmen realisierbar. . Die knappen vorhandenen Mittel müssen im Rahmen von klaren Prioritäten auf die wichtigsten Projekte konzentriert werden. Das gleichzeitige Angehen vieler Themen, wie bisher, überlastet die Verwaltung und führt zu unbefriedigenden und überteuerten Ergebnissen.

Ein unkoordiniertes Abarbeiten und fehlende Übersicht führen zu Fehlern bei der Planung und Umsetzung. Beispiele sind unter anderem die Würmseehalle und der Radweg nach Kampberg. Die Größenordnung der dadurch entstandenen Verluste gefährdet den finanziellen Spielraum einer Gemeinde auf Jahre. So etwas müssen wir künftig unbedingt vermeiden. Ausgaben für juristische Beratung, Fachexperten und Gutachten müssen auf das unbedingt Notwendige reduziert werden.

Tutzinger Nachrichten, Ausgabe Januar 2014

Welche Entscheidungen und Themen sind für die Freien Wähler Tutzing die wichtigsten für die nächsten Jahre?

Bauliche Entwicklung
Die TN haben wiederholt und zu Recht auf die baulichen Fehlentwicklungen der letzten Jahre in Tutzing hingewiesen. Dabei gibt es die bauplanungsrechtlichen Instrumentarien, um die bauliche Entwicklung eines Ortes in geordnete Bahnen zu lenken. Die Gemeinde kann damit erreichen, dass nur maßvoll nachverdichtet wird. Sie kann für den Erhalt alter, ortsbildprägender Gebäude statt für Baurechtsmaximierung bei oft recht beliebiger Architektur sorgen. Dazu braucht es aber einen Bürgermeister, der sich für eine behutsame Ortsgestaltung einsetzt und nicht vorrangig für den Bau exklusiver, möglichst großer Eigentumswohnungsanlagen (wie Seehof, lake side living). Der Amtsinhaber vermittelt den Eindruck, sich mehr um die Interessen derer zu sorgen, die vom boomenden Tutzinger Immobilienmarkt profitieren wollen. Aktuelle Beispiele dafür finden sich auf dem winzigen Fleckchen Grund, das ein Tutzinger Bauträger am Gemeinderat vorbei hinter Sport-Thallmair völlig überzogen bebaut und dem Gebäude, das an der Ecke Benedikten-/ Pauliweg entsteht und das sicher als ein Negativbeispiel für Bauen in Tutzing gelten darf. Mehr Sensibilität im neuen Gemeinderat bei der Bauleitplanung und im Bauausschuss würde sich gewiss positiv auf die weitere Ortsentwicklung auswirken.

Ortsentwicklung und Infrastruktur
Wir sind sehr in Sorge, dass sich die derzeitige Verbauung Tutzings ungebremst fortsetzt. In Tutzing und seinen Ortsteilen gibt es Baurecht für rd. 500 Wohneinheiten, das noch nicht realisiert ist. Die Infrastruktur reicht aber schon heute nicht mehr aus, die Straßen sind überlastet, die Fußgängersicherheit ist nicht gewährleistet. Wir werden daher Pläne des Bürgermeisters und einer Ratsmehrheit nicht unterstützen, die unter der irreführenden Überschrift „Ortsabrundung“, „Einheimischen-Modell“ oder „Tutzinger Modell“ bisherige Wiesen am Ortsrand zu Baugrund machen, den die Grundeigner dann weitgehend zu den Preisen am freien Immobilienmarkt verkaufen können. Eine Ausweisung neuen Baurechts an den Ortsrändern kommt für uns nur in Frage, um Gewerbegrund und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Wie unter früheren Bürgermeistern muss die Gemeinde wieder vorausschauend Außenbereichsflächen erwerben, baureif machen und für Wohnen und Gewerbe günstig an Einheimische verkaufen. Davon haben alle etwas: Die Verkäufer erhalten einen Anteil an der Wertsteigerung ihrer vorher nicht bebaubaren Grundstücke, gerade jüngere Tutzinger und Gewerbetreibende, die man doch am Ort halten möchte, können weit unter dem Marktpreis ein Baugrundstück erwerben. Bernried tut vorbildhaft auf diese Weise etwas für seine Bürger; warum hat Tutzing in dieser Amtsperiode trotz unserer Forderungen nichts Vergleichbares für die Einheimischen getan?

Lebenswertes Tutzing für Jung und Alt
In der ablaufenden Wahlperiode hat Tutzing wichtige Einrichtungen für seine Bürger verloren. Entgegen den Einschätzungen kompetenter Fachleute und ohne Not hat der amtierende Bürgermeister den sofortigen Abriss der TSV-Turnhalle betrieben und eine kostengünstige Sanierung des Schwimmbads verhindert. Aus dem von ihm groß angekündigten Jugendtreff ist nichts geworden. Auch der Erhalt der für Tutzing so wichtigen Schulvielfalt findet beim Bürgermeister keine vorbehaltlose Unterstützung.
Der neue Gemeinderat und der neue Bürgermeister haben daher wichtige Entscheidungen zu treffen: Soll auf dem Grundstück, auf dem die TSV-Turnhalle stand, ein Haus der Vereine mit einem Bürgersaal entstehen? Unterbaut mit einer größeren Tiefgarage? Wie und mit welcher Nutzung erhalten wir den Guggerhof? Wo kann ein Jugendtreff entstehen? Wir wollen den Tutzinger Keller, dem Pächter muss endlich Planungssicherheit gegeben werden, mit einem geringen Sanierungsaufwand ließe sich dort auch viel erreichen. Der Neubau der Kindereinrichtung „Rotkreuzalm“ darf nicht mehrstöckig erfolgen, um dort nicht mitten im Landschaftsschutzgebiet die Begehrlichkeiten auf ein neues Siedlungsgebiet Tutzing-West weiter wachsen zu lassen. Wo und durch wen wird neuer Wohnraum für seniorengerechtes Wohnen geschaffen?

Finanzen und Gewerbe
Der Ortskern muss aufgewertet werden. Die Gemeinde soll sich mehr für Erhalt und Vielfalt der Einkaufsmöglichkeiten im Ortszentrum einsetzen. Wir wollen, dass anstelle von KiK an der Lindemannstraße ein Drogeriemarkt entsteht, dort gibt es genügend Parkplätze. Wir teilen nicht die Ansicht des Bürgermeisters, im entstehenden Gewerbebau an der Ecke Bahnhof-/ Bräuhausstraße anstelle der vorgesehenen – mehr Gewerbesteuer zahlenden – Unternehmen ein großes Einkaufszentrum für – kaum Gewerbesteuer zahlende – Filialgeschäfte entstehen zu lassen, zumal es dort nur TG-Stellplätze gibt.

Erforderlich ist für all dies ein anderer Arbeitsstil an der Rathausspitze. Kein bloßer Aktionismus, keine überzogene Selbstdarstellung in Presse und Öffentlichkeit, stattdessen solide Arbeit im Rathaus, gründlich erstellte Entscheidungsvorlagen und ein ehrlicher Umgang mit dem Gemeinderatskollegium.

 

Marlene Greinwald,  Dr. Heinrich Reiter,  Stefan Feldhütter

Gemeinderatsfraktion Freie Wähler Tutzing

Seehof-Areal – Turbulenzen und kein Ende

Kommentar von Thomas Lochte im Starnberger Merkur am 01. 08. 2013Merkur-Seehofareal

ANGEMERKT

Tutzinger Realitäten

Man darf sich wieder mal wundern bel der Seehof-PIanung:

1. Mindestens zwei der vier geplanten Baurkörper rücken in Trippelschritten Richtung See, mittlerweile um  bis zu sechs Meter – und der gemeindlich beauftragte Planer Josef-Peter Meier·Scupin erzählt dem Plenum am Dienstagabend etwas von .. drei Metern“, muss sich dann aber zum wiederholten Mal korrigieren.
2. Vom ursprünglich angepeilten Gewerbenutzungsanteil (30 Prount) sind nach neuesten Darstellungen nur noch sieben Prozent übrig.
3. Der öffentlichen Hand wird allen Ernstes zugemutet, für einen Privatinvestor die Erschließung der Tiefgarage vorzufinanzieren – obwohl in einigen Varianten nur zwei bis drei Stellplätze am Ende auch allgemein nutzbar wären.
4. Bürgermeister Dr. Stephan Wanner und Meier-Scupin suggerieren der Öffentlichkeit, solche „Lösungen“ seien schon fast in trockenen Tüchern, obwohl einzelne Anrainer längst massiven Widerstand angekündigt haben.
5. Wanner verschweigt dem Gemeinderat eine zwischenzeitliche Kündigung Meier-Scupins und gibt dem Plenum damit keine Gelegenheit, über eine Neubeauftragung des ein wenig „Investorennah“ wirkenden Fachmanns auch nur nachzudenken.
6. Im Rathaus ist man offenbar bereit, für die Interessen der Münchner Grund notfalls den Charakter des gesamten Quartiers zu opfern, und der Bürgermeister verbietet Kritikern wie Wollgang Marchner auf einmal regelrecht den Mund – warum nur?
„Lieber reales Tutzinger Leben als eine künstlich geschaffene Flaniermeile“, sagt Marlene Greinwald

(Freie Wähler) völlig zu Recht. Und man fragt sich: Warum wird bislang keine Grunddienstbarkeit hinsichtlich der erheblichen Erschließungskosten für die Tiefgarage auch nur diskutiert? „Schöner zum See“ sieht auch in Tutzing bestimmt anders aus als mit einer reinen Gefälligkeitsplanung für den Bauwerber .

Thomas Lochte
Mitarbeiter

Sanierungsfall Würmseehalle

Starnberger Merkur – 17. 10. 2013

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Betrifft-Tutzing-2014 "Betrifft Tutzing" und "Betrifft Traubing" erscheinen unregelmässig. Die Hefte 2005, 2008 und 2014 können Sie hier lesen.

Presse

Die große Kandidatensuche
"Die Entscheidung ist gefallen: Tutzing wird weiter hauptamtlich regiert. (...) Georg Schuster (ÖDP) kündigte gestern an, dass er die Kandidatin Marlene Greinwald (Freie Wähler) unterstützen wird, ..."

Quelle: Münchner Merkur

Führungswechsel im Rathaus - Kandidatensuche
Tutzing sucht einen Nachfolger für den verstorbenen Bürgermeister Rudolf Krug. Marlene Greinwald (FW) und Bernd Pfitzner (Grüne) haben ihre Ansprüche angemeldet, die CSU wird sich erst Mitte Oktober festlegen.
Von Sylvia Böhm-Haimerl, Tutzing

Quelle: Süddeutsche.de

Tutzing - Bürgermeister bleibt hauptamtlich
Gemeinderat entscheidet sich gegen einen ehrenamtlichen Rathauschef.

Von Sylvia Böhm-Haimerl, Tutzing

Quelle: Süddeutsche.de

Bürgermeisterwahl Tutzing: Die Kandidatensuche
Die Entscheidung ist gefallen: Tutzing wird weiter hauptamtlich regiert. Nun geht es darum, unter welchen Personen die Tutzinger am 14. Januar ihren neuen Bürgermeister oder ihre neue Bürgermeisterin wählen können.
von Sebastian Tauchnitz

Quelle: Münchner Merkur

Tutzinger Nachrichten