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Wir trauern um unseren am
17. August 2017 verstorbenen Bürgermeister

Rudolf Krug

Schwimmbad

Was wird aus unserem Hallenbad?

Das Schwimmbad- und Turnhallengebäude wurde 2010 wegen statischer Mängel geschlossen. Das Schwimmbad wurde vor der Schließung wöchentlich 43 Stunden von unseren Schulen, der Feuerwehr und der Schwimmabteilung des TSV Tutzing genutzt. Es ist als Lehrschwimmbecken gut geeignet, die Schwimmabteilung betrieb dort erfolgreich Breiten- und Leistungssport. Das fußläufig bestens erreichbare Hallenbad wurde vor allem auch von gesundheitsbewussten Senioren gerne genutzt.

Die Gemeinde hatte für die in 1990 erfolgte Generalinstandsetzung des Schwimmbades hohe staatliche Zuschüsse erhalten. Bedingung war, das Hallenbad mindestens 25 Jahre zu betreiben.
Davon sind zum Zeitpunkt der Schließung erst 20 Jahre abgelaufen; die Gemeinde ist daher verpflichtet, 1/5 der Zuschüsse nebst 6% Zinsen zurückzahlen, das sind derzeit insgesamt gut
€ 200.000.

Die Kosten für die Betoninstandsetzung und Sanierung für den Turnhallenbetrieb belaufen sich auf
rd. € 550.000. Wird nur diese Teilsanierung durchgeführt, trägt allein die Gemeinde die Kosten. Würde auch das Schwimmbad einschließlich Sanitärbereich mitsaniert, betrügen die Kosten insgesamt (Stand Ende 2011) 1,3 Mio. €. Da ein erheblicher schulischer Bedarf für das Schwimmbad besteht, würde eine Gesamtsanierung von Turnhalle und Schwimmbad mit etwa 35% öffentlich bezuschusst.

Auf Basis einer 2011 von einem Fachbüro für die Gemeinde erstellten Kostenschätzung ergeben sich folgende Zahlen:

Alternative 1
(Nur Betoninstandsetzung und Sanierung für Turnhallenbetrieb; Schwimmbad bleibt geschlossen):
Kosten € 550.000 – Kein staatlicher Zuschuss
Wegen vorzeitiger Aufgabe der Schwimmbadnutzung Rückzahlung des früheren Zuschusses:
rd. € 200.000

Gesamtkosten somit rd. € 750.000

Alternative 2
Gesamtsanierung (Betoninstandsetzung, Sanierung Schwimmbad, Turnhalle und Sanitärbereich):
€ 1.300.000 
abzüglich Förderung 35% € 455.000
—————
rd. € 845.000

Die Alternative 2 hätte somit die Wiederinbetriebnahme auch der Schwimmhalle ermöglicht. Da bei dieser Alternative der staatliche Zuschuss nicht zurückgezahlt werden müsste, hätten die Mehrkosten gegenüber der Alternative 1 lediglich rd. € 100.000 betragen.

Mit dieser Begründung haben die Freien Wähler Tutzing am 9.12.2011 beantragt Antrag vom 9.12.2011, dass sich der Gemeinderat grundsätzlich für eine Gesamtsanierung von Turnhalle und Schwimmbad ausspricht. Dies hätte lediglich bedeutet, dass die Gemeinde durch eine Ausschreibung erst einmal belastbare Zahlen einholt, bevor Entscheidungen getroffen und ggf. Aufträge vergeben werden.

Leider hat der derzeitige Bürgermeister eine solche Beschlussfassung hintertrieben, indem er (erst) in der Sitzung (am 13.12.2011) ein mehrseitiges Schreiben mit einem zum Teil unzutreffenden, teils absurd übertriebenen Zahlenwerk verteilte. Nach dieser Milchmädchenrechnung hätten die Baukosten 2 Mio. € betragen, das Defizit für Betrieb und Unterhaltung der Schwimmhalle sollte sich über den Förderzeitraum gar auf astronomische € 4,475 Mio. € belaufen. Eine durch diese überraschenden Zahlenangaben besorgte Gemeinderatsmehrheit lehnte es daraufhin ab, dem Gedanken an eine Schwimmbadsanierung überhaupt nahe zu treten. Vergeben wurde allein der Auftrag für die Betoninstandsetzung und die Sanierung für den Turnhallenbetrieb.
Die Kosten beliefen sich auf rd. € 550.000; die Gemeinde musste diese Kosten allein tragen, es gab keine Zuschüsse. Die Arbeiten sind längst abgeschlossen, die Turnhalle ist in Betrieb

Stattdessen wollte der derzeitige Bürgermeister nach der, durch ihn betriebenen, Beseitigung der TSV-Turnhalle das Hallenbad zu einer Art Kulturzentrum umfunktionieren. Das Schwimmbecken sollte mit Holzbohlen abgedeckt werden, der 2. Fluchtweg sollte durch den Lichtschacht führen. Allein die Kosten für eine provisorische Umnutzung in eine solche Versammlungsstätte hätten sich auf über eine ½ Mio. € belaufen, ohne dass dabei etwas an der unzureichenden Akustik der Schwimmhalle geändert worden wäre. Da damit die Schwimmbadnutzung aufgegeben worden wäre, hätte die Gemeinde auch den staatlichen Zuschuss im Umfang von rd. € 200.000 zurückzahlen müssen. Das Landratsamt zeigte sich höchst verwundert über diesen Plan und forderte einen Bebauungsplan. Der Gemeinderat machte glücklicher Weise dieser Schnapsidee des derzeitigen Bürgermeisters mit großer Mehrheit ein Ende.

Wir meinen, dass der Schulstandort Tutzing ein Schwimmbad braucht. Unsere Lage am See erfordert eine gesicherte Schwimmausbildung der Schüler. Es macht auch wenig Sinn, die knappen Stunden für den Schwimmunterricht großenteils beim Bustransfer in benachbarte Bäder zu verbringen statt in unserem Hallenbad.

Zu einem seniorenpolitischen Gesamtkonzept gehören präventive Angebote. Nachzudenken ist über weitere Anreize zur Nutzung des Bades, etwa Wassergymnastik für Senioren aber auch durch optimierte Öffnungszeiten des Bades, die die Einnahmen verbessern könnten.

Tutzing will den Tourismus fördern. Angebote, speziell bei schlechtem Wetter gibt es kaum. Unsere Gäste suchen kein Spaßbad. Ein Hallenbad, in dem sie ein paar Runden schwimmen können, genügt vielen von ihnen, wie die Vergangenheit zeigt.

Warum ist die Gemeinde in Zeiten der Energiewende nicht Vorreiter und prüft, ob eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung für das Hallenbad in Betracht kommt, um die Betriebskosten zu senken?

Wir wollen, dass der neue Gemeinderat Grünes Licht dafür gibt, eine Wiederinbetriebnahme des Schwimmbads ernsthaft und ergebnisoffen zu prüfen, dass der neue Bürgermeister aktuelle Kostenschätzungen einholt und mit der Regierung von Oberbayern darüber verhandelt, ob die großzügige Förderung der Gesamtmaßnahme weiterhin gilt.

Betrifft-Tutzing-2014 "Betrifft Tutzing" und "Betrifft Traubing" erscheinen unregelmässig. Die Hefte 2005, 2008 und 2014 können Sie hier lesen.

Presse

Die große Kandidatensuche
"Die Entscheidung ist gefallen: Tutzing wird weiter hauptamtlich regiert. (...) Georg Schuster (ÖDP) kündigte gestern an, dass er die Kandidatin Marlene Greinwald (Freie Wähler) unterstützen wird, ..."

Quelle: Münchner Merkur

Führungswechsel im Rathaus - Kandidatensuche
Tutzing sucht einen Nachfolger für den verstorbenen Bürgermeister Rudolf Krug. Marlene Greinwald (FW) und Bernd Pfitzner (Grüne) haben ihre Ansprüche angemeldet, die CSU wird sich erst Mitte Oktober festlegen.
Von Sylvia Böhm-Haimerl, Tutzing

Quelle: Süddeutsche.de

Tutzing - Bürgermeister bleibt hauptamtlich
Gemeinderat entscheidet sich gegen einen ehrenamtlichen Rathauschef.

Von Sylvia Böhm-Haimerl, Tutzing

Quelle: Süddeutsche.de

Bürgermeisterwahl Tutzing: Die Kandidatensuche
Die Entscheidung ist gefallen: Tutzing wird weiter hauptamtlich regiert. Nun geht es darum, unter welchen Personen die Tutzinger am 14. Januar ihren neuen Bürgermeister oder ihre neue Bürgermeisterin wählen können.
von Sebastian Tauchnitz

Quelle: Münchner Merkur

Tutzinger Nachrichten